Von Larven, die Kaulquappen fressen

 

 In dem Fach Biologie beschäftigen wir uns seit diesem Halbjahr mit Ökologiesystemen. In den letzten Stunden haben wir uns mit Einzellern beschäftigt und damit man das Gelernte auch mal sieht,  stand heute das praktische Arbeiten an. Aus unserem Schulteich entnahmen wir Wasserproben. Dabei fingen einige nur ganz kleine Fische, die wie Kaulquappen aussahen. Dann war meine Gruppe an der Reihe: Ich nahm mir das Becherglas mit dem wir das Wasser einsammeln sollten. Zuerst waren nur ein paar kleine Lebewesen drin, die wie eine kleine schwimmende Kugeln aussahen. Beim zweiten Fang waren auch ein paar kleine Fische dabei. Dann zog ich das Becherglas zum dritten Mal durchs Wasser und hielt das Becherglas hoch um zu betrachten, was ich diesmal gefischt hatte. Zuerst dachte ich, es seien Pflanzen. Aber plötzlich schrie meine Klassenkameradin: „Laura, wirf das weg! Lass das fallen!“. Ich wusste gar nicht was los war, aber als ich näher hinschaute, bemerkte ich, dass ich ein Tier gefangen hatte. Es war ungefähr so groß wie ein Finger von mir und hatte sechs Beine und zwei Augen. Unser Lehrer, Herr Lautze, war natürlich durch das Geschrei aufmerksam geworden und kam zu uns herüber. Dann entdeckte er den Fund und war richtig begeistert davon. Er sagte, wir sollen das Tier vorsichtig mit in die Klasse nehmen um zu untersuchen, um was es sich handelt. Auf dem Weg zur Klasse bemerkte ich plötzlich, dass der kleine Fisch, den ich auch gefangen hatte, nicht mehr im Becherglas war. Und das konnte nur bedeuten, dass das Tier ihn gefressen hatte. Bei der Untersuchung der Tiere fanden wir dann heraus, dass es sich um eine Libellenlarve handelte, die gerne Kaulquappen isst. Außerdem hatten wir auch einige junge Molche und kleine Schnecken gefangen. Mittlerweile kamen immer mehr Leute der Klasse zu unserer Gruppe, um sich die Libellenlarve anzuschauen. René brachte auch eine Kaulquappe mit, die wir dann zu der Larve ins Becherglas gaben. Nach ungefähr fünf Minuten hatte die Larve die Kaulquappe gefressen. Dann war die Stunde auch schon zu Ende und wir setzten die Tiere zurück in den Teich. (Laura Barton, 8a)