Adrenalin pur: Mein erster Einsatz als Sanitäterin
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- Kategorie: Zeitung Allgemeines
- Geschrieben von Lübke
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Es fing an wie ein ganz normaler Mittwochmorgen. Ich hatte die ersten beiden Stunden Physik. Nicht unbedingt mein Lieblingsfach. Aber da musste ich jetzt durch. Unser Physiklehrer erzählte uns gerade etwas von schwimmen, tauchen und schweben, als plötzlich eine Durchsage kam: „Ein Sanitäter bitte zum Sekretariat.“ Ich brauchte eine Sekunde, dann machte es bei mir Klick. Ich habe ja mittwochs die ersten beiden Stunden Bereitschaft! Ich entschuldigte mich bei unserem Lehrer, der mich auch sofort gehen ließ. Auf dem Weg von den Physikräumen zum Sanitätsraum war ich sehr aufgeregt, denn ich wusste nicht, was mich erwartet. Außerdem war es mein erster Sani-Fall. Aber ich hatte Glück! Ein erfahrener Schulsanitäter war schon vor mir da und hatte mit der erst Versorgung angefangen. Ein paar Sekunden später kam auch meine Partnerin Michelle, mit der ich Bereitschaft hatte. Ein Sechstklässler war unser Patient. Ihm war die Flüssigkeit aus einem Neonknicklicht in sein Auge gekommen. Ich wusch ihm das Auge mit etwas Wasser aus und da ihm das Auge auch nicht gebrannt hat, haben wir ihn zurück in die Klasse geschickt. Den Weg zurück in den Klassenraum bin ich mit Michelle gegangen. Da haben wir festgestellt, dass wir alleine mit der Situation vielleicht ein bisschen überfordert gewesen wären. Aber zum Glück kam trotzdem einer der Älteren, obwohl er gar keine Bereitschaft hatte. Als ich in die Klasse kam, haben mich alle mit großen Augen angeguckt. Ein paar wollten auch wissen, was ich denn gemacht hätte. In diesem Augenblick kam ich mir anders vor, es war irgendwie ein Gefühl, dass ich noch nicht kannte. Ich glaube es war diese Mischung aus Stolz und ein Retter sein, die mich so glücklich machte. Die erste Pause habe ich (wie immer mittwochs) in Sanitätszimmer mit meinen beiden Partnerinnen verbracht. Dabei war der Fall vorhin das Gesprächsthema Nummer eins. Zum Glück hatte sich in der Pause kein weiterer verletzt, sodass es ziemlich entspannt war. Am Ende musste ich jedoch feststellen, dass es mir Spaß macht, anderen Menschen zu helfen und ich bin gespannt, was mich nächste Woche erwartet. Hoffentlich nichts. Hoffentlich…(Laura Barton, 8a)



