„Neue Sporterfahrung“ - Auftaktveranstaltung zur NRW-Tour 2009

"Den Blick erweitern ohne zu sehen, Voranschreiten ohne zu gehen" - unter diesem Motto fiel der Startschuss für die Auftaktveranstaltung zur NRW-Tour 2009, an der über 40 Schulen in ganz NRW teilnehmen. Fast 200 TeilnehmerInnen des Emil-Fischer-Gymnasiums nahmen mit Beginn der ersten Stunde teil. So galt es nun unter anderem für die Klasse 9c beim Goalball in völliger Dunkelheit zu spielen oder aber für die 8a sich beim Rollstuhlbasketball durch die Halle zu bewegen, ohne auch nur einen einzigen Schritt zu tun. Als äußerst interessant gestaltete sich das so genannte Goalball, ein Ballspiel für Blinde, bei dem Deutschland den amtierenden Sieger der Paralympics stellt. Ein Ball, gefüllt mit einem Glöckchen, und blickdichte Brillen ermöglichten das Erleben von absoluter Dunkelheit, in der sich die SchülerInnen durch reines Hören und Fühlen orientieren mussten. „So leise ist es in der Sporthalle nur selten“ war von Seiten der SportlehrerInnen zu vernehmen, als „spannend, ungewohnt und erlebnisreich“ bezeichneten die SchülerInnen diese Erfahrung. Neben Laura Barton (8a, Erfahrungsbericht Rollstuhlbasketball siehe unten) war auch der Großteil der teilnehmenden SchülerInnen der Meinung, dass „der Tag der neuen Sporterfahrung ein gelungenes Projekt war, das jede Menge Spaß gemacht hat.“  (R. Krolczik) 

 

Sport einmal anders…Erfahrungsbericht von Laura Barton (8a)

Wer am Dienstagmorgen, um 7.30 Uhr, an der Jahnhalle in Euskirchen vorbeiging, dem ist bestimmt aufgefallen, dass Schülerinnen und Schüler vor der Dreifachhalle warteten. Dies waren die Schüler der 8a des Emil-Fischer-Gymnasiums. Sie warteten darauf, dass sie endlich in die Halle dürfen. Denn in der Halle wartete eine besondere Sporterfahrung auf sie: Die Schülerinnen und Schüler durften die Sportart Rollstuhlbasketball einmal ausprobieren. Nachdem sich alle umgezogen hatten ging es auch schon los. Zuerst wurden die Grundlagen von Andrew Flavell (Trainer der ersten Mannschaft der Köln 99ers) und Sedat Oezbicerler (Spieler von den Köln 99ers) erklärt. Dabei wurde gleich noch das Englisch etwas geschult, da Andrew Australier ist. Aber es gab  bei der Kommunikation keine Probleme. Nach der Theorie ging es dann zur Praxis. Zuerst suchte sich jeder einen Rollstuhl, der extra für das Rollstuhlbasketballspielen angefertigt wurde. Denn anstatt zwei Rollen (wie bei den „gewöhnlichen Krankenhaussrollstühlen“) hatte der Sportrollstuhl fünf Rollen, die dazu da sind, dass man nicht so leicht umkippt. Außerdem waren die Räder schräg angebracht, damit man sich beim zusammenfahren nicht die Finger quetscht.Und los ging es. Am Anfang fuhren erstmal alle wild durch die Halle, um ein Gefühl für den „fahrbaren Stuhl“ zubekommen. Danach wurde die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppen machten dann parallel zueinander Übungen, z. b Rückwärtsfahren oder dribbeln und passen. Nachdem auch geübt wurde wie man den Ball vom Boden aufnimmt wurde dann ein richtiges Spiel gespielt. Da sah dann auch alles relativ profimäßig aus, sodass die Schulleiterin Frau Dreiseidler es sich auch nicht nehmen ließ einmal vorbeizuschauen. Dabei konnte man ihr ansehen, dass sie allein beim Zugucken einen großen Spaß hatte. Als dann aber der „Trainer“ kam und sagte wir müssen Schluss machen, war die Freude schon ein bisschen weniger. So ziemlich alle hätten gerne noch weiter gespielt, denn Rollstuhlbasketball ist eine Sportart, die man nicht jeden Tag ausübt und außerdem noch soviel Spaß macht. Alles in allem war der Tag des Sportentdeckens ein gelungenes Projekt, das von der Telekom gesponsert wurde. (Laura Barton, 8a)